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      Baby liegt auf Boden und kriegt Windel gewechselt
      Gesundheit und Wohlbefinden

      Verstopfung bei Babys

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      VERSTOPFUNG BEIM BABY: WAS TUN WENN ES ZWICKT UND ZWACKT?

      Wie vieles andere auch, muss sich bei deinem Säugling im ersten Lebensjahr auch die Verdauung und der Magen-Darm-Trakt erst noch entwickeln und einspielen. In dieser Zeit der Darmreifung, besonders in den ersten Monaten vor Beikostbeginn, können nach und nach mehr Nährstoffe vom Körper verwertet werden, somit bleibt weniger Masse übrig. Wie viel oder häufig ein Kind pro Tag Stuhlgang hat, ist daher in diesem Alter völlig verschieden. Aber nicht nur die Häufigkeit ändert sich - auch die Farbe des Stuhls und die Konsistenz. Erfahre in diesem Artikel mehr über Babys Bäuchlein sowie seinen Stuhlgang und wie du eine normale Verdauung von einer behandlungsbedürftigen Verstopfung unterscheidest.

      MEIN KIND LEIDET UNTER VERSTOPFUNG: WAS IST NORMAL? WANN MUSS ICH HANDELN?

      "Von 7 x täglich bis 1 x in 7 Tagen - all das ist normal". Dies gilt besonders für das gestillte Kind, aber auch viele schoppenernährte Babys füllen die Windel nicht täglich an, sondern nur alle 2 - 3 Tage. Von einem Tag auf den anderen kann sich dann auch plötzlich die Häufigkeit stark verringern. Wichtiger als die Häufigkeit des Stuhls ist jedoch die Konsistenz: ist der Stuhl weich, manchmal (beim gestillten Kind) fast flüssig, dann kann von Verstopfung keine Rede sein - auch wenn der Stuhl viele Tage auf sich warten liess. Klar ist aber auch: wenn der Stuhl so lange im Darm bleibt, dann dickt er etwas mehr ein. Somit ist er dann meist zu Beginn des Stuhl Absetzens etwas geformter bzw. fester, dann aber weich. Es gilt: solange dein Kind munter ist, Appetit hat und gedeiht, liegt alles im gesunden Bereich.

      Übrigens: wusstest du, dass der Stuhl von Babys, die Schoppennahrung mit hydrolysiertem Eiweiss trinken, meistens grün ist? Das ist kein Grund zur Besorgnis, sondern völlig normal.

      Eine bekannte Hebammen-Regel lautet: Zehnmal täglich oder einmal in zehn Tagen Stuhlgang ist bei Säuglingen ganz normal. Also kein Grund zur Sorge, wenn der Stuhlgang bis zu zehn Tage ausbleibt un ddein Kleines keine Beschwerden hat. Sobald jedoch bestimmte Symptome auftreten, suche bitte dein:e Kinderärzt:in auf.

      Papa trägt und küsst Baby

      In der ersten Zeit, in der Babys ausschliesslich mit Muttermilch oder/und Schoppennahrung ernährt werden, also noch keine Beikost essen, kommt also eine echte Verstopfung - nämlich harter Stuhl - sehr selten vor; besonders, wenn das Baby ganz nach Bedarf trinken darf und auch seinen Durst mit Muttermilch/Milchnahrung löschen kann. Bei einem Wechsel von Ernährung mit Muttermilch zu Schoppennahrung können sich zwar Verdauung und Stuhlgang etwas ändern, aber diese Umstellungsphase ist meist nach einigen Tagen gut überstanden. Die erste Phase, in der der Stuhl oft tatsächlich fester wird, ist die Zeit, in der mit Beikostfütterung begonnen wird. Denn mehr breiige Kost einführen bedeutet, dass das Baby gleichzeitig oft weniger Flüssigkeit durch Muttermilch oder Schoppennahrung erhält. Hier heisst es rechtzeitig mit der Gabe von Wasser als Durstlöscher beginnen. Die zweite Phase, in der Kinder relativ oft von Verstopfung geplagt sind, ist die Phase, in der Kinder lernen, ihre Ausscheidungen zu kontrollieren. Also die Phase des Sauberwerdens, der Gewöhnung an´s Töpfchen.

      Es gibt ein paar Symptome, an denen du erkennen kannst, dass dein Baby tatsächlich eine Verstopfung haben könnte. Setzt dein Baby harten Stuhl ab, in Verbindung mit ungewöhnlich langem Ausbleiben des Stuhlgangs und Schreien aufgrund von Bauchschmerzen, dann ist das ein deutliches Zeichen einer Verstopfung. Oft findest du dann in der Windel sogenannte Kalkseifenstühle, vergleichbar mit Hasenkötteln, die besonders trocken und krümelig sind und die Ursache von Babys Beschwerden sind. Auch Appetitlosigkeit kann in diesem ein Zusammenhang ein Symptom sein. Solltest du diese Anzeichen bei deinem Baby feststellen, gehe bitte zu eurem Kinderarzt oder eurer Kinderärztin.

      MÖGLICHE URSACHEN VON VERSTOPFUNG: KEINE SORGE! MEISTENS IST SELTENER STUHLGANG HARMLOS

      Hinter der Verstopfung können verschiedene Ursachen stecken. Eine Verstopfung kann entstehen, wenn sich der Stuhl zu langsam durch Babys Darm bewegt und wenn zu wenig Wasser im Darm vorhanden ist, also der Stuhl zu sehr eingedickt ist. Die Speiserest werden hart, dicht und sammeln sich. Durch den harten, trockenen Stuhl und das Pressen können sogar feine Risse am After entstehen, wodurch sogar Blut in der Windel sichtbar werden kann. Folgende Gründe können ausschlaggebend für eine Verstopfung sein:

      • Wenn dein Baby krank ist, eine Infektion hat oder zahnt, kann es zu Veränderungen in der Verdauung kommen. Manche Babys reagieren mit Durchfall - andere mit Verstopfung.

      • Muss dein Baby Medikamente wie z.B. Antibiotika einnehmen, so kann dies ebenfalls zu Verstopfung führen

      • Leidet es an Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien? Auch das kann harten Stuhl erzeugen

      • Nicht alle Schoppennahrungen werden vom Baby gleich gut vertragen; manche können festeren Stuhl verursachen (siehe nächstes Kapitel "Das hilft...")

      • Sehr kalkhaltiges Wasser für die Schoppennahrung-Zubereitung kann harten Stuhl verursachen

      • Bei der Einführung von Beikost kommt es oft vorübergehend zu Verstopfung 

      • Falsche, ballaststoffarme Ernährung, zu wenig Flüssigkeitszufuhr und Bewegungsarmut bei Kleinkindern kann ebenfalls zu festen Stuhl verursachen

      • Stress, eine Reise, die ersten Tage in der Kinderkrippe... auch diese psychischen Faktoren können zu Verstopfung führen

       Auch beliebte Beikost-Klassiker wie beispielsweise Karotte, Banane oder roh geriebener Apfel können Verstopfung verursachen. Sobald dein Kleines also unter Verstopfung leidet, sollten diese Lebensmittel lieber vom Speiseplan gestrichen werden. Gute Alternativen sind übrigens Kürbis oder Pastinake.

       

      DAS HILFT BABYS BÄUCHLEIN BEI VERSTOPFUNG:

      Du kannst zum Glück einiges tun, um die Verstopfung zum Abklingen zu bringen. Hier unsere Tipps:

      • Wenn dein Baby eine Schoppennahrung trinkt und unter Verstopfung leidet, dann achte darauf, dass du die Milchnahrung so zubereitest, wie es auf der Packung angegeben ist. Keinesfalls mehr Pulver verwenden, als angegeben. 

      • Stelle ggf. auf eine andere Milchnahrung um - es gibt verschiedene Rezepturen und besonders auch solche, die spezielle Ballaststoffe (wie in Muttermilch) enthalten und stuhlauflockernd wirken. 

      • Manche Babys reagieren mit hartem Stuhl, wenn das Wasser, mit dem die Milchnahrung zubereitet wird, zu kalkhaltig ist. In dem Fall kann es helfen, spezielles Babywasser zu verwenden, oder auch das Leitungswasser mehrere Minuten lang abzukochen.   

      • Bewegung regt Babys Verdauung an. Bewege beim Wickeln mit gelockerter Windel Babys Beinchen mit Radfahr-Bewegungen und drücke die Beinchen sanft an das Bäuchlein

      • Eine behutsame Bauchmassage mit Bäuchleinöl im Uhrzeigersinn kann gegen Bauchweh und Blähungen helfen und die Verdauung anregen.

      • Ein warmes Bad kann helfen - durch die Wärme wird der Bauch entkrampft. Wenn dein Baby nicht so gerne badet, kannst du versuchen, ein warmes Körnerkissen auf sein Bäuchlein zu legen.

      • Ein Baby, das viel getragen - und dabei bewegt - wird, das am Körper der Eltern Wärme spürt und viel saugen darf, leidet oft weniger unter Verdauungsproblemen

      • Manche Eltern schwören auf Fussreflexzonenmassage. Lass dir erklären, wie diese Massage die Verdauung fördern kann

      • Wenn dein Baby zu drücken beginnt und sich dabei sehr plagen muss, versuche, es mit gelockerter Windel in aufrechte Anhock Stellung zu bringen, sodass seine Füsschen gegen eine harte Unterlage drücken können. In dieser Position drückt es sich leichter als im Liegen!

      • Isst dein Baby bereits Beikost? Dann achte auf eine altersgerechte Zufuhr von ballaststoffreichen Lebensmitteln (je nach Alter: Vollkornprodukte und Haferflocken, Zucchetti, Blumenkohl, pürierte Birne, Zwetschgen, Aprikose...) und vermeide stopfende Produkte (Banane, Karotte, geriebener Apfel)

      • Achte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser!), wenn du bei deinem Baby bereits mit der Beikosteinführung begonnen hast. Manche Babys gewöhnen sich nur sehr schwer an das Wassertrinken. Umso mehr ist es wichtig, das Wasser immer und immer wieder (auch aus verschiedenen Gefässen) anzubieten und auch selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. 

      • Bei Kleinkindern schliesslich kann es bei gravierender Verstopfung sogar nötig sein, Stuhl-lösende Mittel zu geben - natürlich nur in enger Absprache mit eurem Arzt/Ärztin.

      Kind mit Windel auf Arm von Mama

      Das Wohlbefinden deines Kindes ist für dich das Wichtigste, ganz klar. Bitte vergesst nicht: bei allen Herausforderungen, die das Leben mit dem kleinen neuen Erdenbewohner mit sich bringt, sind viel Geduld und viel Liebe die Grundpfeiler für ein gesundes Aufwachsen. Nehmt euch die Zeit, die euer Baby braucht und versucht, mit Liebe und Bauchgefühl für euer Baby dazusein. Wichtige Faktoren wie eine gemütliche, heimelige Umgebung,in welcher euer Baby geborgen in seinem Tempo aufwachsen darf,, ein liebevoller Umgang, oder auch die bestmögliche Ernährung, sind essentiell für das Wohlbefinden und die gesunde Entwicklung deines Babys..

      Wenn du noch mehr Hilfe oder weitere Tipps benötigst, kontaktiere gerne unser Team vom Schweizer Milupa Babyclub. Wir sind auch in schwierigen Zeiten an deiner Seite, bzw. gerade in diesen. Unsere erfahrenen Mamas vom Milupa Babyclub beraten wöchentlich viele Eltern und wissen genau, was dich in den jeweiligen Phasen des Elterndaseins bewegt. Sie unterstützen dich mit nützlichen Tipps und Informationen zu allen wichtigen Themen rund um Schwangerschaft, Baby und Ernährung.

      Kind wird gestillt

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