Baby
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      Ernährung

      Schritt für Schritt zum Beikostprofi

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      Aller Anfang ist schwer – dies gilt auch für den ersten Löffel Brei. Denn mit der Einführung der Beikost beginnt das nächste, spannende Abenteuer für dich und dein Kleines. Typische Fragen die sich viele Mamis und Papis zum Thema Beikost anfangs stellen: Woran merke ich, dass mein Baby bereit für die Beikost ist? Was brauche Ich für den Beikost Start? Und mit welchen Zutaten bereite ich den ersten Brei zu? Um euch soweit wie möglich beim Abenteuer Beikost zu unterstützen, haben wir hier alles Wissenswerte zum ersten Löffel Brei zusammengeführt.

      WARUM HEISST BEIKOST EIGENTLICH BEIKOST?

      Weil Baby weiterhin vor allem an der Brust oder aus dem Schoppen trinkt, heissen Babys erste festere Mahlzeiten Beikost. Diese Beikost ergänzt die Mutter-oder Säuglingsmilch und hilft, dein Baby optimal mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Damit es seinen erhöhten Energiebedarf decken kann, kommt jetzt leckeres und gesundes Essen ins Spiel. Dein Kind lernt, mit dem Löffel zu essen, festere Nahrung zu schlucken und bald auch schon zu kauen. Eine ausgewogene Ernährung im Beikostalter, sorgt dafür, dass sich dein Baby wohlfühlt, und legt den Grundstein für sein weiteres Essverhalten und die spätere Gesundheit.

      • Es hält schon gut sein Köpfchen und kann mit Unterstützung sitzen.

      • Es interessiert sich für neue Lebensmittel, feste Nahrung und öffnet erwartungsvoll den Mund, wenn der Löffel vom Teller abhebt.

      • Es kann sich bereits selbstständig Dinge in den Mund stecken.

      • Babys Hunger nimmt zu. Die Abstände zwischen den Mahlzeiten werden kürzer, es bekommt nachts nochmal Hunger oder du merkst, dass es von Milch alleine nicht mehr satt wird.

      • Die Fähigkeit und Bereitschaft der Kinder vom Löffel zu essen entwickelt sich sehr unterschiedlich. Es wird normalerweise zwischen der 17. und 26. Lebenswoche empfohlen. Probiere es ruhig aus – du wirst es deinem Baby anmerken, ob es bereit ist! Das Einführen der Beikost ist ein ganz besonderer Moment für Babys Entwicklung. Damit die Einführung der Beikost euch allen Spass macht, kannst du viel dafür tun. 

      Zu Beginn der B(r)eikost-Zeit, sind nur wenige Dinge nötig.

      • Ein paar schmale, flache Kunststofflöffel und Breischälchen
      • Lätzchen
      • Ein Kochtopf oder Dampfgarer
      • Ein Pürierstab
      • Kleine Döschen zum Einfrieren
      • Altersgerechte Zutaten, denn gerade am Anfang muss sich Babys Bäuchlein erst einmal an bestimmte Lebensmittel gewöhnen.
      Baby nimmt Gurke in den Mund

      GESCHMACKSTRAINING: VERGISS DAS SÜSSE, KLEINE KENNER GENIESSEN GEMÜSE

      Nun weisst du woran du erkennst, dass dein Kleines bereit für den ersten Löffel Brei ist. Doch mit welchen Zutaten bereitest du den ersten Babybrei eigentlich zu? 

      Wenn Babys eine Geschmacksrichtung wählen dürften, würden alle für Süsses stimmen. Das Fruchtwasser und die Muttermilch schmecken nämlich süsslich. Wenn du nun denkst, ein Gemüse-Brei perfekt für die ersten Löffelchen, solltest du trotzdem umdenken. Es hat viele Vorteile, die ersten Mahlzeiten hauptsächlich aus Gemüse zuzubereiten. Lies hier, welch Zutaten sich am besten für Säuglinge eignen und wie Babys Geschmackstraining zum vollen Erfolg wird.

      Babys erster Brei ist etwas ganz Besonderes für euch zwei. Ab jetzt lernt dein Kind zu essen wie ein Grosser - und es entdeckt, dass es noch weitere spannende Lebensmittel gibt ausser Milch. Klar, dass diese Lebensmittel reich an Nährstoffen und leicht verdaulich sein sollten. Ernährungsexperten empfehlen ein Geschmackstraining mit einem reinen Gemüsebrei weil,

      • sie viele wichtige Vitamine plus Ballaststoffe enthalten

      • sie weniger süss sind als Obst und somit langfristig Naschsucht und Übergewicht verhindern können

      • sie äusserst selten Allergien auslösen

      • Babys, die als Beikost zuerst Gemüse bekommen, später häufig verschiedenste Gemüse- und Obstsorten akzeptieren

      Beginne mit einzelnen Gemüsesorten. Sie sind Hauptbestandteil der ersten Mahlzeit vom Löffelchen und können nach wenigen Tagen oder Wochen um Fleisch bzw. Getreide ergänzt werden.

      Baby lacht in die Kamera und isst Gemüse

      SO VIELSEITIG IST BABYS GEMÜSEKÜCHE

      Ob sie nun Mohrrübe, Karotte oder gelbe Rübe genannt wird: Der Klassiker unter den "Baby-Gemüsen" hat viele Pluspunkte. Rüebli enthalten viel Vitamin A. Kaum ein Baby ist allergisch dagegen. Sie sind selbst in Bio-Qualität preisgünstig sowie kinderleicht zu dünsten und zu pürieren. Vor allem aber schmecken die süsslichen Rüebli den meisten Babys prima. Allerdings wirken sie auch leicht stopfend, und manch ein Baby mag sie einfach überhaupt nicht. Was also tun, wenn dein Kleines die Rüebli nicht verträgt oder in hohem Bogen ausspuckt, sodass du nur noch orangerot gesprenkelte Kleidungsstücke hast? Zum Glück gibt es viele tolle Alternativen!

      • Kürbis
      • Pastinake
      • Süsskartoffel
      • Zucchetti
      • und natürlich Kartoffeln.
      • Ab ca. 7 Monaten verträgt Babys Bäuchlein ebenfalls:
      • Blumenkohl
      • Broccoli
      • Kohlrabi 
      • Erbsen
      • Mit 9 Monaten darfst du unbesorgt ab und zu folgendes Gemüse füttern:
      • Mangold
      • Junger Blattspinat
      • Rote Bete

      Breie mit nitratreichem Gemüse wie z.B. Mangold oder rote Beete bitte nicht pur, sondern mit weiteren Gemüsesorten gemischt füttern. Verwende hierfür auch lieber Zutaten aus biologischem statt konventionellem Anbau. Vitamin C, beispielsweise durch einen Schuss Orangensaft im Brei, verhindert die Umwandlung von Nitrat in das ungesunde Nitrit. Nach dem ersten Lebensjahr sind dann auch die Hülsenfrüchte Linsen, Kidneybohnen und Kichererbsen sowie Aubergine und Artischocke gut verträglich und bei vielen Kleinkindern beliebt.

      5184x3456px milupa baby 7 bis 12 monate essen mit fingern brei

      DIE DREI A: ANFANGEN, ABWECHSELN UND ALLES VON VORN!

      Ob du Gemüse aus dem Gläschen wählst oder es selbst kochst bzw. dampfgarst und dann pürierst: Wichtig ist, dass du kein Salz zufügst. Die kleinen Nieren sind dafür noch zu unreif. Führe bitte jede neue Zutat einzeln ein und warte dann ein paar Tage ab, ob Babys Bäuchlein damit zurechtkommt. Sollte es Anzeichen für Bauchweh, Verstopfung oder Durchfall geben, kennst du den mutmasslichen Auslöser und kannst ihn einfach weglassen.

      Viele Milupa Mamis haben in Bezug auf die ersten Gemüsemahlzeiten mit den folgenden drei "A" gute Erfahrungen gemacht.

      1. Anfangen: Das heisst, fange immer mit einer einzelnen Gemüsesorte an - euer "Gemüse der Woche".

      2. Abwechseln: Verführe dein Kleines später mit vielen Gemüsesorten.

      3. Alles von vorn: Wenn dein Ess-Anfänger ein Gemüse ablehnt, versuch es immer mal wieder aufs Neue. Hebammen betonen, dass es 10- bis 16-mal dauern kann, bevor dein Baby ein zunächst als eklig bewertetes Lebensmittel plötzlich doch mag. Natürlich hilft auch, wenn du selbst dasselbe Gemüse offensichtlich liebst und vor Babys Augen verzehrst.

      Gerade die etwas bitteren Gemüse wie Zucchetti und Blumenkohl haben es schwerer bei Babys. Der Mensch ist von Natur aus darauf gepolt, Bitteres für giftig zu halten, weil viele giftige Beeren und verdorbene Speisen eben auch bitter schmecken. Du kannst dieses Gemüse dann mit süsseren Zutaten mischen und beispielsweise den Geschmack mithilfe von 1,5 - 2 Teelöffelchen hochwertiges Raps- oder Sonnenblumenöl abrunden. Dieses sollte sowieso in Babys Breiteller nicht fehlen, sobald es eine ganze Mahlzeit schafft. Einige Vitamine im werden nämlich nur mithilfe von Fett gut verwertbar. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Pflanzenöl tun deinem Kleinen zusätzlich gut.

       

      Leckere Breirezepte

      Leckere Breirezepte

      Ihr seid bereit für den ersten Löffel Brei? Dann stöbere hier durch unsere leckeren Rezepte.

      Hier entlang!

      So lecker geht es weiter

      Erst ein Gemüsebrei, dann ein Gemüse-Kartoffel-Brei, schliesslich ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei bzw. Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei: Nach wenigen Wochen Beikost verputzen die meisten Babys ein richtiges Mittagessen. Sobald die erste Mahlzeit klappt, ist es der richtige Zeitpunkt für Schritt 2, nämlich den Milch-Getreide-Brei oder auch Abendbrei genannt. Dann dürfen Früchte auf den Speiseplan, am besten in Kombination mit babygerechtem Getreide. Ein Getreide-Obst-Brei eignet sich perfekt als dritte Breimahlzeit. Genauere Infos zum Abendbrei findest du hier.

      DER BEIKOST-START: EIN NEUES ABENTEUER FÜR DEIN BABY UND DICH

      Essen ist für uns „Grossen“ das Selbstverständlichste der Welt – schnell mal einen Happen zwischendurch in den Mund geschoben oder ganz gemütlich am gedeckten Tisch. Was wir dabei vergessen: die Fähigkeit zu essen wird uns Menschen nicht einfach in die Wiege gelegt. Vielmehr braucht es dafür richtig viel Übung – und da kommst du ins Spiel! Damit dein Baby schon bald ein „grosser Esser“ wird, braucht es deine Hilfe. Hierfür haben wir im folgenden Abschnitt ein paar Tipps für dich gesammelt, wie du dein Kleines optimal beim Essen Lernen unterstützen kannst. Denn richtig essen, will gelernt sein!

      BABYS ZUNGE ÜBERLISTEN

      Dein Kleines ist bereit? Los geht’s mit dem Abenteuer Beikost! Bis es aber soweit ist, dass dein Kleines seinen Brei ohne grössere Probleme vom Löffel verputzt, wird es noch eine Weile dauern – und du eine ganze Menge Geduld brauchen. Verantwortlich dafür ist der angeborene Zungenstossreflex. Wusstest du, dass Babys deshalb den Löffel erstmal reflexartig aus dem Mund schieben? Ziemlich erstaunlich, oder? Bedeutet aber leider auch für dich als Mami oder Papi, dass der Brei erstmal überall landet, nur nicht im Mund! Aber mit ein wenig Übung, wird das schon bald viel besser klappen, versprochen.

      SO GELINGT DER ZWEITE VERSUCH

      Aller Anfang ist schwer – das gilt ganz besonders fürs Essenlernen. Im Trinken und Saugen ist dein Baby schon ein echter Profi! Jetzt aber muss es den Brei mit der Zunge von vorne nach hinten befördern – und dann auch noch schlucken. Gar nicht so einfach! Was dir helfen kann, ist folgendes: Öffne selbst den Mund, wenn du den Löffel zum Mund deines Babys führst. Es wird dann wahrscheinlich das gleiche tun. Danach kannst du dann den Löffel leicht von oben in den geöffneten Mund schieben. Mit ein bisschen Übung – und Glück – wird dein Baby den Brei dann aufnehmen. Probiere es einfach einmal aus!

      Baby mit Brei

      Die ersten Brei-Wochen liegen hinter euch und dein Ess-Anfänger hat sich an glatte Pürees gewöhnt? Dann könnt ihr jetzt mit einer etwas gröberen Konsistenz weitermachen. Biete deinem Baby einfach mal grob pürierte oder zerdrückte Bananen oder Kartoffeln an. Dadurch lernt es langsam das Kauen, ausserdem kräftigt das seine Kau- und Kiefermuskulatur. Und die ist super wichtig – dein Baby braucht sie nämlich später zum Sprechen! Hättest du’s gewusst? Mit etwa 10 bis 12 Monaten stehen dann stückige Mahlzeiten auf Babys Speiseplan. Aber nur, wenn dein Baby bis dahin Püriertes problemlos essen kann. Sonst nehmt euch einfach noch einen Moment länger Zeit. 

      Dein Kind ist schon ein Jahr oder älter? Dann wird es bald mit euch wie ein „Grosser“ zusammen am Familientisch essen – wie spannend! Trotzdem weiterhin wichtig: ein altersgerechter und ausgewogener Speiseplan. Dazu findest du hier einen ausführlichen 5-Schritte Plan, der dir hilft zu entscheiden mit welchem Brei du starten solltest und was deinem Baby in welchem Alter gut tut. Wenn du noch weitere Fragen zum Thema Beikost oder Babys Ernährung hast, darfst du dich auch gerne jederzeit an unser Milupa Baby Club Team wenden. Wir freuen uns deine Fragen zu beantworten! 

      Abschliessend noch ein paar hilfreiche Tricks, mit welchen ihr ganz schnell zu echten Beikost Profis werdet: 

      Baby mit Brei

      1. Perfekt für die erste Breimahlzeit: Dein Kleines ist wach und gut gelaunt, in einer entspannten und vertrauten Umgebung.

      2. Starte mit einem möglichst flachen Plastiklöffel mit einem weichen Rand.

      3. Prüfe die Temperatur des Breis, bevor du mit dem Füttern beginnst.

      4. Kleiner Trick: Berühre den Mund deines Babys mit dem Löffel und öffne selbst den Mund – wahrscheinlich es das nach.

      5. Nicht aufgeben: Wenn dein Kind eine neue Zutat nicht mag, kannst du sie nach ein paar Tagen einfach wieder anbieten und danach nochmal nach ein paar Wochen. Vielleicht kann es dann die neue Nahrung dann besser annehmen.

      6. Greift dein kleiner Ess-Anfänger immer wieder nach dem Löffel? Dann gib ihm einfach einen eigenen zum Spielen.

      7. Verzichte auf Zucker und Salz – je natürlicher der selbstgemachte Brei schmeckt, desto besser.

      8. Bleib entspannt und geduldig. Alle Babys schaffen das, sie müssen sich nur meist erstmal an die neuen Zutaten gewöhnen.

      9. Für alle stillende Frauen: Wichtig ist, dass du dein Kind zu jeder Mahlzeit zusätzlich stillst. Der Brei kann das Stillen erstmal nicht ersetzen, solange es nicht noch nicht ganz davon satt wird. Abstillen kann man erst dann, wenn alle Breie vollständig angenommen werden. 

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